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Stausee · Fränkisches Seenland (Mittelfranken)

Großer Brombachsee

Der Große Brombachsee ist das Herz des Fränkischen Seenlands: eine 8,7 km² große Talsperre mit einem hervorragenden Barschbestand, echtem Großwels-Potenzial und strengen, klar gesetzten Regeln des Fischereiverbands. Was hier beißt und was erlaubt ist.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Große Brombachsee im Fränkischen Seenland
Typ
Stausee
Lage
Fränkisches Seenland (Mittelfranken)
Bundesland
Bayern
Raubfischarten
5
Das Wichtigste in Kürze

Der Große Brombachsee ist mit rund 8,7 km² (etwa 870 ha) der größte See des Fränkischen Seenlands, bis zu 32 m tief und ein warmes, großes Freiwassergewässer. Er ist bekannt für einen sehr guten Barschbestand mit Fängen bis rund 45 cm sowie für kapitale Welse; dazu kommen Hecht und Zander. Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken; Erlaubnisscheine gibt es online. Die Regeln sind teils deutlich strenger als das Landesrecht: Hecht (Mindestmaß 60 cm) und Zander (50 cm) sind bis zum 31. Mai geschont, und vom 1. Januar bis 30. April ist das Spinn- und Köderfischangeln gesperrt - das betrifft auch das gezielte Barschangeln mit Kunstködern. Für den Wels gilt Entnahmepflicht ohne Fangbegrenzung.

≈ 8,7 km²
Fläche größter See des Fränkischen Seenlands
bis 32 m
Tiefe warmes, großes Freiwasser
Barsch bis ~45 cm
Bestand + Großwels-Potenzial

Der größte See des Fränkischen Seenlands

Der Große Brombachsee wurde als Teil des Fränkischen Seenlands künstlich angelegt, um Wasser aus dem regenreichen Süden Bayerns in den trockenen Norden zu überführen. Herausgekommen ist mit rund 8,7 Quadratkilometern (etwa 870 Hektar) und bis zu 32 Metern Tiefe der größte See der Region - ein warmes, weites Freiwassergewässer mit viel offener Wasserfläche und einem Damm als markanter Kante. Genau diese Größe und Wärme prägen den Fischbestand.

Welche Raubfische der Brombachsee führt

  • Der Barsch ist der Star: ein sehr guter Bestand mit Fängen bis rund 45 cm macht den See zu einer der besten Barschadressen Frankens.
  • Der Wels findet hier ideale Bedingungen - großes, warmes Freiwasser mit hohem Größenpotenzial für kapitale Waller.
  • Hecht und Zander stehen an den Kanten und im Freiwasser, unterliegen aber strengen Schutzregeln.
  • Der Aal ist ein reines Besatzgewässer - das Seenland liegt im Donau-Einzugsgebiet ohne natürlichen Aalaufstieg.

Angeln am Brombachsee

Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken; Erlaubnisscheine gibt es online. Zwei Regeln muss man kennen, bevor man mit Kunstködern loslegt: Vom 1. Januar bis 30. April ist das Spinn- und Köderfischangeln gesperrt, und beim Wels ist das Bootsangeln bis 31. Mai nur passiv (Wurm, Clonk, Pose, Wallerholz) erlaubt. In der offenen Saison ist der See dann ein starkes Barsch- und Wallergewässer.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Die Werte am Brombachsee sind bewusst strenger als das bayerische Landesrecht - Hecht 60 cm, Zander 50 cm, Schonzeit bis 31. Mai, dazu enge Tageslimits. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Bayern. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Großer Brombachsee

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Hecht Schonzeit Bayern → 15.02.-31.05. 60 cm 1 Hecht/Zander pro Tag (Jahreslimit 10)
Zander Schonzeit Bayern → 15.02.-31.05. 50 cm 1 Hecht o. Zander/Tag (Jahreslimit 10)
Wels Schonzeit Bayern → keine (Landeswert) kein gesetzliches Entnahmepflicht, keine Fangbegrenzung (Bewirtschafter-Regel)
Aal Schonzeit Bayern → keine (Donau-Gebiet) 50 cm max. 2 Aale/Tag, 10/Jahr (Verband)
Flussbarsch Schonzeit Bayern → keine (Landeswert) kein gesetzliches kein Barsch-Limit; aber 01.01.-30.04. Spinn-/Köderfischverbot (auch auf Barsch)

Besonderheiten am Großer Brombachsee

  • Hecht: 60 cm und Schonzeit bis 31.05. - deutlich strenger als der Landeswert. In der Schonzeit ist Spinn- und Köderfischfischen verboten.
  • Zander: Schonzeit bis 31.05. - länger als der Landeswert (30.04.). In der Schonzeit ist Spinn- und Köderfischfischen verboten.
  • Wels: Größter Stausee des Fränkischen Seenlands (ca. 870 ha, bis 32 m tief) - großes, warmes Freiwassergewässer mit hohem Größenpotenzial für kapitale Welse. Der Bewirtschafter setzt bewusst Entnahmepflicht ohne Fangbegrenzung, um den Wallerbestand kurz zu halten. Nachtangeln erlaubt. Von 01.01.-31.05. Wels-Bootsangeln nur mit Wurm, Clonk, Pose und Wallerholz, ohne aktives Zupfen/Werfen.
  • Aal: Größter See des Fränkischen Seenlands und ausgewiesenes Aal-Besatzgewässer - der Aalbestand beruht hier vollständig auf Besatz, da das Seenland im Donau-Einzugsgebiet liegt (kein natürlicher Aalaufstieg). Eine gesetzliche Schonzeit besteht im Donau-Gebiet nicht; der Bewirtschafter begrenzt die Entnahme bewusst (2/Tag, 10/Jahr, gewässerübergreifend). Erlaubnisscheine online über hejfish.
  • Flussbarsch: 8,7 km² große Talsperre, bekannt für einen sehr guten Barschbestand mit Fängen bis rund 45 cm. Beste Zeiten auf Barsch, Hecht, Zander und Wels. Nachtfischen 24-5 Uhr nicht erlaubt. Die Frühjahrssperre fürs Spinn-/Köderfischangeln betrifft auch das gezielte Barschangeln mit Kunstködern.
Bewirtschafter

Die Regeln am Großer Brombachsee setzt Fischereiverband Mittelfranken. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Großer Brombachsee

Wann darf man am Brombachsee mit Kunstködern spinnfischen?

Vom 1. Januar bis 30. April ist das Spinn- und Köderfischangeln am Großen Brombachsee gesperrt - das dient dem Schutz von Hecht und Zander in der Laichzeit und betrifft auch das gezielte Barschangeln mit Kunstködern. Hecht (Mindestmaß 60 cm) und Zander (50 cm) sind ohnehin bis zum 31. Mai geschont, also länger als der bayerische Landeswert.

Wie sind Barsch- und Welsbestand am Brombachsee?

Der Barschbestand gilt als sehr gut, mit Fängen bis rund 45 cm - der See ist eine bekannte Barschadresse im Fränkischen Seenland. Als großes, warmes Freiwassergewässer hat er zudem hohes Größenpotenzial für kapitale Welse; der Bewirtschafter setzt hier bewusst eine Entnahmepflicht ohne Fangbegrenzung ein, um den Wallerbestand kurz zu halten. Vom 1. Januar bis 31. Mai ist das Wels-Bootsangeln nur passiv erlaubt (Wurm, Clonk, Pose, Wallerholz), ohne aktives Zupfen oder Werfen.

Wo bekommt man eine Angelkarte für den Großen Brombachsee?

Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken; die Erlaubnisscheine gibt es online (unter anderem über das Portal hejfish). Der Aalfang ist auf zwei Aale pro Tag und zehn pro Jahr begrenzt (gewässerübergreifend), das Hecht-/Zander-Limit auf einen Fisch pro Tag und zehn pro Jahr. Die verbindlichen Bestimmungen stehen auf dem Erlaubnisschein.