Rothsee
Der Rothsee im Fränkischen Seenland ist ein warmer, nährstoffreicher Stausee mit gutem Wels-Potenzial - und mit strengen Regeln des Fischereiverbands Mittelfranken. Was hier beißt und was man am Großen Rothsee im Winter beachten muss.
- Typ
- Stausee
- Lage
- Fränkisches Seenland, Lkr. Roth (Mittelfranken)
- Bundesland
- Bayern
- Raubfischarten
- 3
Der Rothsee im Fränkischen Seenland (Landkreis Roth) ist ein rund 210 ha großer, bis zu 15 m tiefer Stausee - ein Zwischenspeicher zwischen Altmühl/Donau und dem Main-Donau-Kanal, also warmes, nährstoffreiches Wasser mit gutem Wels-Potenzial. Er ist ausdrücklich mit Hecht und Zander besetzt. Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken; es gelten dieselben strengen Verbandsregeln wie am Brombachsee: Hecht (Mindestmaß 60 cm) und Zander (50 cm) sind bis zum 31. Mai geschont, das Tageslimit liegt bei einem Hecht oder Zander (Jahreslimit 10). Für den Wels gilt Entnahmepflicht ohne Fangbegrenzung. Wichtige Sonderregeln: Am Großen Rothsee ist das Angeln ab 1. November wegen der Wasserabsenkung untersagt, Bootsfischen ist dort ganzjährig verboten; Nachtangeln ist nur in ausgewiesenen Nachtangelzonen erlaubt, und das Wels-Bootsangeln ist vom 1. Januar bis 31. Mai eingeschränkt.
Der Zwischenspeicher im Seenland
Der Rothsee ist Teil des ausgeklügelten Wassersystems des Fränkischen Seenlands: ein rund 210 Hektar großer Stausee, der als Zwischenspeicher Wasser zwischen der Altmühl/Donau und dem Main-Donau-Kanal puffert. Das macht ihn zu einem warmen, nährstoffreichen Gewässer - beste Voraussetzungen für einen kräftigen Fischbestand, allen voran den wärmeliebenden Wels. Bis zu 15 Meter tief, bietet er neben dem Freiwasser auch Kanten und Strukturen.
Welche Raubfische der See führt
- Der Wels findet im warmen, nährstoffreichen Wasser gutes Potenzial.
- Der Hecht ist ausdrücklich besetzt und unterliegt der strengen 60-cm-Regel.
- Der Zander steht an den Kanten und im Freiwasser.
Angeln am Rothsee
Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken mit denselben strengen Regeln wie am Brombachsee. Zu beachten sind die Sonderregeln: am Großen Rothsee Angelverbot ab 1. November (Wasserabsenkung) und ganzjähriges Bootsfischverbot, Nachtangeln nur in ausgewiesenen Zonen. Den Wels befischt man im Ansitz an den Uferzonen - außerhalb der Bootsangel-Sperre 1. Januar bis 31. Mai.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Rothsee sind die strengen Hecht-/Zander-Werte und die Winter-/Nachtangelregeln zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Bayern. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Rothsee
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Hecht Schonzeit Bayern → | 15.02.-31.05. | 60 cm | 1 Hecht/Zander pro Tag (Jahreslimit 10) |
| Zander Schonzeit Bayern → | 15.02.-31.05. | 50 cm | 1 Hecht o. Zander/Tag (Jahreslimit 10) |
| Wels Schonzeit Bayern → | keine (Landeswert) | kein gesetzliches | Entnahmepflicht, keine Fangbegrenzung (Bewirtschafter-Regel) |
Besonderheiten am Rothsee
- Hecht: Gleiche Verbandsregeln (60 cm, bis 31.05.). Am Großen Rothsee ist das Angeln ab 01.11. wegen Wasserabsenkung untersagt; Bootsfischen ganzjährig verboten.
- Zander: Gleiche Verbandsregeln. Ausdrücklich mit Hecht und Zander besetzt; am Großen Rothsee Angelverbot ab 01.11.
- Wels: Rund 210 ha, bis 15 m tief; Zwischenspeicher zwischen Altmühl/Donau und Main-Donau-Kanal - warmes, nährstoffreiches Gewässer mit gutem Wels-Potenzial. Sonderregel Nachtangeln: nur in ausgewiesenen Nachtangelzonen. Wels-Bootsangel-Einschränkung 01.01.-31.05. wie an allen JES-Gewässern.
Die Regeln am Rothsee setzt Fischereiverband Mittelfranken. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Rothsee
Welche Regeln gelten am Rothsee für Hecht und Zander?
Es gelten die strengen Regeln des Fischereiverbands Mittelfranken (wie am Brombachsee): Hecht-Mindestmaß 60 cm, Zander 50 cm, Schonzeit bis 31. Mai - länger als der bayerische Landeswert. Das Tageslimit liegt bei einem Hecht oder Zander, das Jahreslimit bei zehn. Beide Arten sind ausdrücklich besetzt. Die verbindlichen Werte stehen auf dem Erlaubnisschein.
Warum ist der Große Rothsee ab November gesperrt?
Wegen der Wasserabsenkung. Der Rothsee ist ein Zwischenspeicher im Wassermanagement zwischen Donau und Main-Donau-Kanal; im Winter wird der Große Rothsee abgesenkt, weshalb das Angeln dort ab 1. November untersagt ist. Bootsfischen ist am Großen Rothsee ohnehin ganzjährig verboten. Nachtangeln ist nur in ausgewiesenen Nachtangelzonen erlaubt.
Ist der Rothsee ein gutes Wels-Gewässer?
Ja, als warmer, nährstoffreicher Zwischenspeicher hat der Rothsee gutes Wels-Potenzial. Der Verband setzt hier - wie an anderen Gewässern des Fränkischen Seenlands - bewusst eine Entnahmepflicht ohne Fangbegrenzung, um den Wallerbestand kurz zu halten. Zu beachten: Das Wels-Bootsangeln ist vom 1. Januar bis 31. Mai eingeschränkt (JES-Gewässer-Regel).