Lech bei Augsburg
Der Lech mit seinen Augsburger Kanälen ist ein klassisches städtisches Aalrevier - ein verzweigtes System aus Fluss und historischen Lechkanälen mitten in der Stadt. Was hier beißt und welche Regeln die Gewässerordnung setzt.
- Typ
- Fluss / Lechkanäle
- Lage
- Schwaben (Augsburg)
- Bundesland
- Bayern
- Raubfischarten
- 1
Der Lech mit seinen Augsburger Kanälen ist ein klassisches städtisches Aalrevier in Bayerisch-Schwaben. Bewirtschafter ist der Lechfischereiverein Augsburg; dessen Gewässerordnung führt den Aal mit 50 cm Schonmaß und - da im Donau-Gebiet - ohne Schonzeit und ohne Fangbegrenzung. Weil der Lech zum Donau-System gehört, gibt es keinen natürlichen Aalaufstieg; der Bestand ist besatzabhängig. Wichtig ist eine saisonale Köderbeschränkung: Vom 1. Oktober bis 14. Februar sind nur Fliege, Spinnköder oder toter Köderfisch am Einzelhaken erlaubt. Das verzweigte System aus Fluss und historischen Kanälen bietet dem Aal viel strukturreichen Lebensraum mitten im Stadtgebiet.
Ein Aalrevier mitten in der Stadt
Der Lech ist bei Augsburg kein wilder Alpenfluss mehr, sondern ein verzweigtes System aus Flusslauf und historischen Lechkanälen, das sich durch das Stadtgebiet zieht - ein UNESCO-Welterbe der Wasserwirtschaft und zugleich ein klassisches städtisches Aalrevier. Die vielen Kanäle, Wehre und Einmündungen schaffen strukturreiche Ufer, an denen der Aal seinen Lebensraum findet. Für Augsburger Angler ist der Lech das Aalgewässer vor der Haustür.
Welche Raubfische der Fluss führt
- Der Aal ist der Charakterfisch - mit 50 cm Schonmaß, ohne Schonzeit und ohne Fangbegrenzung des Vereins.
- Dazu kommen Hecht, Barsch und weitere Fische in den strömungsberuhigten Kanalabschnitten.
Angeln am Lech
Bewirtschafter ist der Lechfischereiverein Augsburg; dessen Gewässerordnung ist verbindlich. Den Aal fischt man im nächtlichen Ansitz mit Tauwurm an den Kanaleinmündungen und strukturreichen Ufern. Zu beachten ist die Köderbeschränkung vom 1. Oktober bis 14. Februar - dann sind nur Fliege, Spinnköder oder toter Köderfisch am Einzelhaken erlaubt.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Lech sind das Aal-Schonmaß (50 cm) und die winterliche Köderbeschränkung zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; den Landesrahmen geben die Schonzeiten in Bayern. Verbindlich ist immer die Gewässerordnung des Lechfischereivereins.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Lech bei Augsburg
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Aal Schonzeit Bayern → | keine (Donau-Gebiet) | 50 cm | keine Aal-Fangbegrenzung (Verein) |
Besonderheiten am Lech bei Augsburg
- Aal: Der Lech mit seinen Augsburger Kanälen ist ein klassisches städtisches Aalrevier. Die Gewässerordnung des Lechfischereivereins führt den Aal mit 50 cm Schonmaß und ohne Schonzeit/Fangbegrenzung. Lech = Donau-System, daher kein natürlicher Aalaufstieg; der Bestand ist besatzabhängig. Hinweis: Am Lech gilt 01.10.-14.02. eine Köderbeschränkung (nur Fliege, Spinnköder oder toter Köderfisch am Einzelhaken).
Die Regeln am Lech bei Augsburg setzt Lechfischereiverein Augsburg. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Lech bei Augsburg
Welche Regeln gelten am Lech für den Aal?
Die Gewässerordnung des Lechfischereivereins Augsburg führt den Aal mit einem Schonmaß von 50 cm. Da der Lech im Donau-Gebiet liegt, gibt es keine Aal-Schonzeit und keine Fangbegrenzung des Vereins. Der Lech mit seinen Kanälen ist ein klassisches städtisches Aalrevier - man befischt den Aal im nächtlichen Ansitz an den strukturreichen Ufern und Kanaleinmündungen.
Warum ist der Aalbestand im Lech besatzabhängig?
Weil der Lech zum Donau-System gehört und die Donau zum Schwarzen Meer entwässert - es gibt keinen natürlichen Aufstieg von Glasaalen aus dem Atlantik wie in den Flüssen der Nordsee-Einzugsgebiete. Der Aalbestand im Lech hält sich deshalb nur durch gezielten Besatz. Das erklärt auch, warum die Vereinsregeln den Aal bewusst bewirtschaften und der Bestand vom Engagement des Lechfischereivereins abhängt.
Welche Köderbeschränkung gilt am Lech im Winterhalbjahr?
Vom 1. Oktober bis 14. Februar sind am Lech nur Fliege, Spinnköder oder toter Köderfisch am Einzelhaken erlaubt. Diese saisonale Beschränkung schützt die Fische im Winterhalbjahr und gilt zusätzlich zu den allgemeinen Regeln der Gewässerordnung. Wer in dieser Zeit ans Wasser geht, stellt seine Montage entsprechend um; die genauen Bestimmungen stehen in der Gewässerordnung des Lechfischereivereins Augsburg.