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Schonzeit & Mindestmaß

Aal-Schonzeit in Sachsen

In Sachsen gibt es für den Aal in Binnengewässern keine gesetzliche Schonzeit. Das Mindestmaß beträgt 50 cm. Häufig legen die Bewirtschafter der Gewässer dennoch eine Schonzeit fest - prüfen Sie die Gewässerordnung Ihres Reviers.

Von der raubfischmagazin-Redaktion Stand: Fassung 2022
Schonzeit
keine gesetzliche Schonzeit
Mindestmaß
50 cm
Stand
Fassung 2022
Wichtig für Sachsen: Mindestmaß 50 cm, keine Schonzeit. Die Fischereibehörde kann den Aalfang per Allgemeinverfügung zeitlich/räumlich einschränken.

Schonzeit und Mindestmaß schützen den Aal während der Laichzeit im Frühjahr. Warum das so ist, wie sich die Werte zwischen den Bundesländern unterscheiden und was bei einem Beifang gilt, steht in der Übersicht aller 16 Bundesländer. Alles zum Fang - Köder, Methoden, Ausrüstung, Standplätze - finden Sie im großen Aal-Guide.

Rechtsverbindlich ist allein die aktuelle Fischereiverordnung des Landes sowie die Bestimmung des jeweiligen Reviers bzw. Bewirtschafters, die strengere Werte festlegen können. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Vor dem Angeln die aktuellen Bestimmungen beim Bewirtschafter oder Landesfischereiverband prüfen.

Häufige Fragen

Wann hat der Aal in Sachsen Schonzeit?

In Sachsen besteht für den Aal in Binnengewässern keine gesetzliche Schonzeit (Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO), Anlage). Bewirtschafter können eine festlegen.

Wie groß muss ein Aal in Sachsen sein?

Das Mindestmaß beträgt in Sachsen 50 cm. Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse.

Aal-Schonzeit an bekannten Gewässern in Sachsen

An vielen Gewässern gelten die Regeln des Bewirtschafters (Gewässerordnung oder Erlaubnisschein) - sie können strenger sein als die Landes-Schonzeit aus der Fakten-Box oben. Maßgeblich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein des jeweiligen Gewässers.

  • Elbe bei Dresden Fluss · Dresden (Wesenitzmündung bis Niederwartha)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm |Limit: max. 2 Aale/Tag (LVSA)
    Die Elbe ist das wichtigste natürliche Aal-Revier Sachsens: als frei fließende Verbindung zur Nordsee liegt sie am originären Wanderweg des Europäischen Aals. Anders als bei den Tagebauseen gibt es hier - eingeschränkt durch Staustufen - noch natürlichen Aufstieg, ergänzt durch Besatz. Nach § 2 Abs. 4 SächsFischVO kann die Fischereibehörde den Aalfang per Allgemeinverfügung einschränken. Vor dem Ansitz Erlaubnisschein und mögliche Einschränkungen prüfen.
  • Elbe bei Riesa Fluss · Riesa / Landkreis Meißen (bis zur Landesgrenze, ca. 35 km)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm |Limit: max. 2 Aale/Tag (LVSA)
    Der Riesaer Elbabschnitt reicht bis zur Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt und gehört wie der Dresdner Bereich zum natürlichen Aal-Wanderweg Richtung Nordsee. Mehrere Abschnitte durchziehen Naturschutzgebiete (u.a. Elbauwald bei Kreinitz) - Auflagen beachten. Nach § 2 Abs. 4 SächsFischVO kann der Aalfang per Allgemeinverfügung eingeschränkt werden.
  • Talsperre Bautzen Talsperre · nördlich von Bautzen, Oberlausitz
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm |Limit: max. 2 Aale/Tag (LVSA)
    Der 533 ha große, von der Spree gespeiste Stausee ist eines der bekanntesten Angelgewässer der Oberlausitz und vor allem Raubfischrevier (Zander, Hecht, Wels); Aal gehört zum Bestand. Da die Talsperre für aufsteigende Aale nicht frei passierbar ist, ist der Bestand praktisch besatzabhängig. Aalfang-Einschränkungen per Allgemeinverfügung (§ 2 Abs. 4 SächsFischVO) möglich.
  • Talsperre Kriebstein Talsperre · bei Mittweida, Landkreis Mittelsachsen (Zschopau)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm |Limit: max. 2 Aale/Tag (LVSA)
    Der rund 105 ha große Stausee an der Zschopau ist eine Wasserkraft-Talsperre und eines der bekannteren Angelgewässer Mittelsachsens; Aal ist vertreten. Wie bei allen Stauseen fehlt der freie Aufstieg, der Bestand wird über Besatz gestützt. Aalfang-Einschränkungen per Allgemeinverfügung (§ 2 Abs. 4 SächsFischVO) möglich; Erlaubnisschein prüfen.
  • Berzdorfer See Tagebausee · südlich von Görlitz, Oberlausitz
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm |Limit: max. 2 Aale/Tag (LVSA)
    Der 2013 geflutete ehemalige Braunkohletagebau südlich von Görlitz ist seit 2016 fürs Angeln freigegeben; die AVE hat mit der Bergbausanierungsgesellschaft LMBV einen Pachtvertrag. Als abflussloser Tagebausee ohne natürlichen Aal-Aufstieg ist der Bestand vollständig besatzabhängig. Aalfang-Einschränkungen per Allgemeinverfügung möglich; Erlaubnisschein und Sperrzonen prüfen.
  • Cospudener See Tagebausee · südlich von Leipzig, Leipziger Neuseenland
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm |Limit: max. 2 Aale/Tag (LVSA)
    Der rund 420 ha große 'Cossi' ist ein gefluteter Braunkohletagebau im Leipziger Neuseenland; Aal zählt neben Hecht, Barsch und Großer Maräne zu den Zielfischen. Als Tagebausee ohne Anbindung an die Nordsee-Wanderroute ist der Bestand besatzabhängig. Der Erlaubnisschein gilt jeweils nur für ein Gewässer. Aalfang-Einschränkungen per Allgemeinverfügung möglich.
  • Zwenkauer See Tagebausee · südlich von Leipzig, Leipziger Neuseenland
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm |Limit: max. 2 Aale/Tag (LVSA)
    Gefluteter Tagebau südlich von Leipzig, seit Juni 2020 Allgemeines Angelgewässer. Zielfische u.a. Aal, Hecht, Barsch und Große Maräne. Ohne natürlichen Aal-Aufstieg besatzabhängig. Aalfang-Einschränkungen per Allgemeinverfügung möglich; Erlaubnisschein, Sperrzonen und Bootsregeln beim Anglerverband Leipzig prüfen.
  • Talsperre Quitzdorf Talsperre · bei Niesky, Landkreis Görlitz, Oberlausitz
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 50 cm (Landeswert) |Limit: siehe Erlaubnisschein (eigener Pächter)
    Mit 686 ha der flächenmäßig größte Stausee Sachsens (von der Schwarzen Schöps gestaut). Wichtig: seit 2017 ist die Forellen- und Lachszucht Ermisch Pächter - es gelten nicht die LVSA-Fangmengen, sondern die Regeln des Erlaubnisscheins (online über hejfish). Aal gehört zum Bestand, ist als Stausee-Fisch besatzabhängig. Verbindliche Aal-Regeln direkt beim Pächter erfragen.