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See · bei Mücheln (Merseburg)

Geiseltalsee

Der Geiseltalsee ist der größte künstliche See Deutschlands: ein gefluteter Tagebau bei Mücheln, klar und bis 78 Meter tief, mit ausgeprägten Kanten aus der Tagebaugeometrie - und einem starken Barschbestand. Was der junge Riesensee bietet und wo man ans Wasser darf.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Geiseltalsee - größter künstlicher See Deutschlands bei Mücheln
Typ
See
Lage
bei Mücheln (Merseburg)
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Raubfischarten
3
Das Wichtigste in Kürze

Der Geiseltalsee bei Mücheln (Saalekreis) ist mit rund 1.840 ha und bis zu 78 m Tiefe der größte künstliche See Deutschlands - ein klarer Tagebaufolgesee mit ausgeprägten Kanten und Steilufern, die aus der alten Tagebaugeometrie stammen: typisches Barschrevier. Der Barschbestand ist stark, gefangene Exemplare über 50 cm sind dokumentiert; dazu kommen Zander und Aal. Bewirtschaftet wird die im LAV-Verzeichnis freigegebene Teilfläche vom Landesanglerverband Sachsen-Anhalt (KAV Merseburg); LAV-Mitglieder brauchen keinen zusätzlichen Erlaubnisschein. Wichtig sind die Zugangsregeln: Das Ufer darf nur in den per Allgemeinverfügung des Saalekreises gekennzeichneten Flächen betreten werden, das Befahren der Uferzone mit Kfz ist verboten, und geangelt wird nur in ausgewiesenen Zonen.

≈ 1.840 ha, bis 78 m
größter künstlicher See DE Tagebaufolgesee
Barsch über 50 cm
starker Bestand an Kanten & Steilufern
nur ausgewiesene Zonen
Zugang Kfz in Uferzone verboten

Der größte künstliche See Deutschlands

Der Geiseltalsee bei Mücheln im Saalekreis ist eine junge Landschaft: Wo bis vor wenigen Jahrzehnten Braunkohle abgebaut wurde, liegt heute mit rund 1.840 Hektar und bis zu 78 Metern Tiefe der größte künstliche See Deutschlands. Das Wasser ist klar, und der Grund trägt noch die Handschrift des Tagebaus - ausgeprägte Kanten und Steilufer aus der alten Abbaugeometrie. Für den Barschangler ist das ein Geschenk: harte, klare Kantenstruktur, so weit das Echolot reicht.

Welche Raubfische der See führt

  • Der Barsch ist der Charakterfisch - ein starker Bestand mit Fischen über 50 cm an den Kanten und Steilufern.
  • Der Zander nutzt die tiefen, klaren Zonen.
  • Der Aal ist auf der freigegebenen Teilfläche gelistet.

Angeln am Geiseltalsee

Bewirtschafter der freigegebenen Teilfläche ist der Landesanglerverband Sachsen-Anhalt (KAV Merseburg); LAV-Mitglieder brauchen keinen zusätzlichen Schein. Entscheidend sind die Zugangsregeln: Angeln und Uferbetreten nur in den ausgewiesenen Zonen, kein Kfz in der Uferzone. Im klaren, tiefen Wasser lohnt beim Spinnfischen auf Barsch das feine Abtasten der scharfen Böschungskanten.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Am Geiseltalsee gelten die Werte Sachsen-Anhalts plus die Zonen- und Zugangsregeln. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Sachsen-Anhalt. Verbindlich sind immer der Erlaubnisschein und die Allgemeinverfügung des Saalekreises.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Geiseltalsee

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Zander Schonzeit Sachsen-Anhalt → 15.02.-31.05. 50 cm -
Aal Schonzeit Sachsen-Anhalt → keine (Landeswert) 50 cm siehe Erlaubnisschein
Flussbarsch Schonzeit Sachsen-Anhalt → keine (Landeswert) kein gesetzliches; Bewirtschafter-Kürmaß siehe Erlaubnisschein siehe Erlaubnisschein

Besonderheiten am Geiseltalsee

  • Zander: Größter See Sachsen-Anhalts (Tagebau-Restsee); Angeln nur in ausgewiesenen Zonen.
  • Aal: Größter künstlicher See Deutschlands; die im LAV-Verzeichnis freigegebene Teilfläche führt den Aal. Sonderregeln: Uferbetreten nur in den per Allgemeinverfügung des Saalekreises gekennzeichneten Flächen, Befahren der Uferzone mit Kfz verboten.
  • Flussbarsch: Größter künstlicher See Deutschlands (ca. 1.840 ha, bis 78 m tief), klares Wasser mit ausgeprägten Kanten und Steilufern aus der Tagebaugeometrie - typisches Barschrevier. Belegt starker Barschbestand, gefangene Barsche über 50 cm dokumentiert. LAV-Mitglieder brauchen keinen zusätzlichen Erlaubnisschein.
Bewirtschafter

Die Regeln am Geiseltalsee setzt LAV Sachsen-Anhalt / KAV Merseburg. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Geiseltalsee

Wie groß und tief ist der Geiseltalsee?

Der Geiseltalsee ist mit rund 1.840 Hektar Fläche und bis zu 78 Metern Tiefe der größte künstliche See Deutschlands - entstanden durch die Flutung eines ehemaligen Braunkohletagebaus. Das klare Wasser und die ausgeprägten Kanten und Steilufer, die aus der Tagebaugeometrie stammen, machen ihn zu einem typischen, sehr tiefen Barschrevier.

Darf man am Geiseltalsee überall angeln?

Nein. Das Ufer darf nur in den per Allgemeinverfügung des Saalekreises gekennzeichneten Flächen betreten werden, und geangelt wird nur in ausgewiesenen Zonen. Das Befahren der Uferzone mit dem Kfz ist verboten. Bewirtschaftet wird die freigegebene Teilfläche vom Landesanglerverband Sachsen-Anhalt - LAV-Mitglieder brauchen keinen zusätzlichen Erlaubnisschein.

Wie ist der Barschbestand am Geiseltalsee?

Stark. Der klare, tiefe See mit seinen Kanten und Steilufern ist ein typisches Barschrevier; gefangene Barsche über 50 cm sind dokumentiert. Im klaren Wasser jagen die Fische sichtorientiert an den scharfen Kanten der ehemaligen Tagebauböschungen - ein reizvolles Revier fürs feine Spinnfischen.