Edersee
Der Edersee ist eine der großen deutschen Talsperren: 27 Kilometer lang, klar, tief und von steilen, bewaldeten Ufern gerahmt. Für den Raubfischangler heißt das felsiges Barsch-Terrain, überflutete Strukturen für Hecht und Zander - und ein Bewirtschafter mit eigenen Entnahme-Regeln. Was der See bietet und was erlaubt ist.
- Typ
- Talsperre
- Lage
- Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen)
- Bundesland
- Hessen
- Raubfischarten
- 3
Der Edersee ist mit rund 11,8 km² Fläche die zweitgrößte Stausee-Fläche Deutschlands (hinter dem Forggensee), etwa 27 km lang und bis zu 42 m tief. Als klarer, tiefer Stausee mit steilen felsigen Ufern und überfluteten Strukturen im Vorstaubereich ist er klassisches Barsch-, Hecht- und Zanderterrain; der Aalbestand lebt vom Besatz, und vereinzelt stehen kapitale Welse im See (ein dokumentiertes Exemplar maß 2,39 m). Fischereirechtsinhaber ist der Zweckverband Naturpark Kellerwald-Edersee, der eigene Sonderregeln setzt - etwa ein Tageslimit von einem Hecht und zwei Zandern. Erlaubnisscheine gibt es online.
Deutschlands zweitgrößte Stausee-Fläche
Der Edersee hinter der 48 m hohen Edertalsperre ist ein Gewässer mit Charakter: rund 27 Kilometer lang, 11,8 km² Fläche - die zweitgrößte Stausee-Fläche Deutschlands - und bis zu 42 Meter tief. Er liegt eingebettet in den Nationalpark Kellerwald in Nordhessen, mit steilen, bewaldeten und felsigen Ufern. Bei Niedrigwasser tauchen im Grund die versunkenen Dörfer wieder auf. Für den Angler zählt vor allem eines: klares, tiefes Wasser über einem strukturreichen, felsigen Grund.
Welche Raubfische der Edersee führt
- Der Barsch ist der Charakterfisch der Felskanten und der überfluteten Strukturen im Vorstaubereich - im klaren Wasser eine sichere Bank fürs leichte Spinnfischen.
- Hecht und Zander stehen an den Kanten und über den Strukturen; der Verband begrenzt die Entnahme bewusst.
- Der Aal lebt als abgeschlossener Stausee ohne natürlichen Aufstieg vollständig vom Besatz.
- Der Wels ist selten, aber kapital - Einzelfische bis über zwei Meter sind belegt.
Angeln am Edersee
Das klare, tiefe Wasser und der felsige Grund machen den Edersee zu einem Sichtgewässer: Beim Spinnfischen auf Barsch und Zander sucht man die Felskanten, die Übergänge und die überfluteten Strukturen im flacheren Vorstaubereich ab. Erlaubnisscheine des Zweckverbands gibt es online; wichtig sind die Verbands-Sonderregeln, die über das Landesrecht hinausgehen.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Edersee gelten eigene Entnahme-Limits (ein Hecht, zwei Zander pro Tag) und für den Aal ein Entnahmefenster von 50 bis 70 cm nach der aktuellen hessischen Verordnung. Die gewässerspezifischen Werte je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Hessen. Verbindlich sind immer die aktuellen Angelscheinbedingungen des Zweckverbands.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Edersee
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Wels Schonzeit Hessen → | keine (Landeswert) | kein gesetzliches | siehe Angelscheinbedingungen |
| Aal Schonzeit Hessen → | 15.09.-01.03. (Landeswert) | 50-70 cm (Entnahmefenster) | siehe Erlaubnisschein |
| Flussbarsch Schonzeit Hessen → | keine (Landeswert) | kein gesetzliches | Barsch ohne Fangbeschränkung (Angelscheinbedingungen) |
Besonderheiten am Edersee
- Wels: Der Wels kommt im Edersee vor, vermehrt sich laut Bewirtschafter aber nur sporadisch und tritt eher vereinzelt auf (der Bestand wird von Weißfisch dominiert). Trotzdem sind hier kapitale Waller dokumentiert - ein gefangenes Exemplar maß 2,39 m. Für Hecht (Schonzeit 1.2.-15.4., Mindestmaß 50 cm) und Zander (15.3.-31.5., 50 cm) gelten die HFO-Werte; für Wels greift keine dieser Beschränkungen.
- Aal: Fischereirechtsinhaber ist der Zweckverband Naturpark Kellerwald-Edersee; Erlaubnisscheine online. Der Verband hat eigene Sonderregeln (z.B. Hecht 1/Tag, Zander 2/Tag); für den Aal gilt der HFischV-Landeswert. Als großer abgeschlossener Stausee ohne natürlichen Aalaufstieg lebt der Aalbestand vom Besatz. Hinweis: ältere Verbands-PDFs nennen noch '01.10.-01.03. / 50 cm' - maßgeblich ist die aktuelle HFischV (Entnahmefenster 50-70 cm).
- Flussbarsch: Die große Talsperre bietet mit steilen, felsigen Ufern und überfluteten Strukturen im Vorstaubereich klassisches Barsch-Terrain. Barsch steht in den Angelscheinbedingungen nicht im Schonzeit- oder Mengenregister - keine Beschränkung; im klaren Wasser läuft das Barschangeln mit kleinen Gummis und Spinnern.
Die Regeln am Edersee setzt Zweckverband Naturpark Kellerwald-Edersee. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Edersee
Wer bewirtschaftet den Edersee und wo bekommt man eine Angelkarte?
Fischereirechtsinhaber ist der Zweckverband Naturpark Kellerwald-Edersee. Erlaubnisscheine gibt es online. Der Verband setzt eigene Sonderregeln, die über das hessische Fischereirecht hinausgehen - unter anderem ein Tageslimit von einem Hecht und zwei Zandern pro Angeltag.
Wie ist der Barschbestand am Edersee?
Sehr gut. Die steilen, felsigen Ufer und die überfluteten Strukturen im Vorstaubereich bieten klassisches Barsch-Terrain, und im klaren Wasser läuft das Barschangeln mit kleinen Gummifischen und Spinnern zuverlässig. Der Barsch steht nicht im Schonzeit- oder Mengenregister der Angelscheinbedingungen - für ihn gilt keine Fangbeschränkung.
Gibt es Welse im Edersee?
Ja, der Wels kommt vor, vermehrt sich laut Bewirtschafter aber nur sporadisch und tritt eher vereinzelt auf - der Bestand wird von Weißfisch dominiert. Dennoch sind kapitale Waller dokumentiert; ein gefangenes Exemplar maß 2,39 m. Für den Wels greift am Edersee weder Schonzeit noch Mindestmaß, anders als bei Hecht und Zander.