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See · Lkr. Barnim, Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Werbellinsee

Der Werbellinsee ist einer der klarsten und tiefsten Seen Brandenburgs: ein 13 Kilometer langer Rinnensee mit bis zu 55 Metern Tiefe, mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Im glasklaren Wasser jagen die Barsche sichtorientiert an den Steilkanten - was den See so besonders macht und welche Regeln gelten.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Werbellinsee - klarer, tiefer Rinnensee in der Schorfheide
Typ
See
Lage
Lkr. Barnim, Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Bundesland
Brandenburg
Raubfischarten
5
Das Wichtigste in Kürze

Der Werbellinsee im Landkreis Barnim ist ein außergewöhnlich klarer, sehr tiefer Rinnensee - rund 786 ha groß, 13 km lang und bis zu etwa 55 m tief, gelegen im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Im glasklaren Wasser jagen Barsche sichtorientiert an den Steilkanten und über den Sandbänken; dazu kommen Hecht, Zander, Aal, die Maräne und ein Welsbestand. Bewirtschaftet wird der See von der ortsansässigen Fischerei Werbellinsee, die Tageskarten täglich von 9 bis 17 Uhr in Joachimsthal ausgibt. Zwei Besonderheiten: Das Schleppangeln ist untersagt, und der Hecht hat mit dem 1. Januar bis 30. April eine längere Schonzeit als der Landeswert (Mindestmaß 45 cm) - in dieser Zeit sind Naturköder- und Spinnangel verboten.

bis ~55 m
Tiefe klarer Rinnensee, 13 km lang
786 ha
Fläche im Biosphärenreservat Schorfheide
kein Schleppen
Sonderregel Schleppangeln untersagt

Ein glasklarer Rinnensee

Der Werbellinsee ist ein Sonderfall unter den Brandenburger Seen: ein schmaler, 13 Kilometer langer Rinnensee von rund 786 Hektar, der in einer eiszeitlichen Rinne liegt und mit bis zu 55 Metern außergewöhnlich tief ist. Sein Wasser ist glasklar, und der See gehört zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Diese Kombination aus Tiefe, Klarheit und Steilufern prägt das ganze Angeln hier - man fischt im Sichtwasser über schnell abfallenden Kanten.

Welche Raubfische der See führt

  • Der Barsch jagt im klaren Wasser sichtorientiert an den Steilkanten und Sandbänken - das prägende Angelerlebnis am Werbellinsee.
  • Der Hecht steht an den Kanten und in den flacheren Buchten.
  • Der Zander nutzt die tiefen, klaren Zonen.
  • Der Aal gehört zum Zielfischbestand, ebenso die Maräne.
  • Der Wels ist im See vertreten.

Angeln am Werbellinsee

Bewirtschafter ist die ortsansässige Fischerei Werbellinsee, die Tageskarten täglich von 9 bis 17 Uhr in Joachimsthal ausgibt. Zwei Regeln sind zentral: Schleppangeln ist untersagt, und in der langen Hecht-Schonzeit (1. Januar bis 30. April) sind Naturköder- und Spinnangel verboten. Im glasklaren Wasser lohnen feine Montagen und unauffällige Köder, gerade beim Barschangeln an den Steilkanten.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Der Werbellinsee hat eigene Regeln - kein Schleppen, längere Hecht-Schonzeit. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Brandenburg. Verbindlich ist immer die aktuelle Angelkarte.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Werbellinsee

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Hecht Schonzeit Brandenburg → 01.01.-30.04. 45 cm -
Zander Schonzeit Brandenburg → siehe Erlaubnisschein (mind. 01.04.-31.05.) siehe Erlaubnisschein (mind. 45 cm) -
Wels Schonzeit Brandenburg → keine (Landeswert) kein gesetzliches siehe Erlaubnisschein
Aal Schonzeit Brandenburg → keine (Landeswert) 50 cm 3 Aale/Tag (Landeswert)
Flussbarsch Schonzeit Brandenburg → keine (Landeswert) kein gesetzliches siehe Erlaubnisschein / Angelkarte

Besonderheiten am Werbellinsee

  • Hecht: Schonzeit länger als der Landeswert; in der Schonzeit sind Naturköder- und Spinnangel verboten.
  • Zander: Tiefer, klarer See; Zanderwerte nur im Erlaubnisschein.
  • Wels: Großer, außergewöhnlich klarer und mit bis zu 60 m sehr tiefer Rinnensee (786 ha, 13 km lang) mit Wels-Bestand neben Aal, Zander, Hecht und Maräne. Fischerei Werbellinsee gibt Tageskarten täglich 9-17 Uhr aus; Schleppangeln ist hier untersagt.
  • Aal: Klares, sehr tiefes Rinnenseegewässer (bis ca. 55 m) im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Aal gehört zum Zielfischbestand neben Barsch, Hecht, Maräne und Wels. Bewirtschaftet von der ortsansässigen Fischerei, Karten direkt am See in Joachimsthal. Keine vom Land abweichende Aal-Regel belegt - es gilt der Landeswert.
  • Flussbarsch: Außergewöhnlich klarer, sehr tiefer Rinnensee (über 50 m). Im glasklaren Wasser jagen Barsche sichtorientiert an den Steilkanten und über den Sandbänken. Privat bewirtschaftet, die Regeln stehen auf der Angelkarte; Schleppangeln ist untersagt.
Bewirtschafter

Die Regeln am Werbellinsee setzt Fischerei Werbellinsee. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Werbellinsee

Was macht das Barschangeln am Werbellinsee besonders?

Das außergewöhnlich klare Wasser. Der Werbellinsee ist ein sehr tiefer Rinnensee mit hervorragender Sicht - im glasklaren Wasser jagen die Barsche sichtorientiert an den Steilkanten und über den Sandbänken. Das macht das Angeln anspruchsvoll und reizvoll zugleich: Die Fische sehen den Köder gut, aber auch die Angelschnur. Ein Mindestmaß für den Barsch gibt es in Brandenburg nicht.

Darf man am Werbellinsee schleppen?

Nein, das Schleppangeln ist am Werbellinsee untersagt. Das ist eine Besonderheit dieses privat bewirtschafteten Sees; die Regeln stehen auf der Angelkarte. Tageskarten gibt die Fischerei Werbellinsee täglich von 9 bis 17 Uhr in Joachimsthal aus.

Welche Schonzeit gilt für den Hecht am Werbellinsee?

Der Hecht ist hier vom 1. Januar bis 30. April geschont - länger als der Brandenburger Landeswert - bei einem Mindestmaß von 45 cm. In dieser Schonzeit sind sowohl das Naturköder- als auch das Spinnangeln verboten. Damit schützt der Bewirtschafter die Laichzeit besonders konsequent.