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Talsperre · Ostthüringen, Saalfeld-Rudolstadt / Saale-Orla-Kreis (Saalekaskade)

Hohenwartetalsperre

Die Hohenwartetalsperre ist eines der ergiebigsten Aal-Reviere Thüringens: mit 730 Hektar der zweitgrößte Stausee der Saalekaskade, ein tiefer, fjordartiger Bergsee. Was den Aalbestand ausmacht, warum er besatzabhängig ist und wann die kapitalen Fische beißen.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Typ
Talsperre
Lage
Ostthüringen, Saalfeld-Rudolstadt / Saale-Orla-Kreis (Saalekaskade)
Bundesland
Thüringen
Raubfischarten
1
Das Wichtigste in Kürze

Die Hohenwartetalsperre in Ostthüringen (Saalekaskade) ist mit 730 ha der zweitgrößte Stausee der Kaskade und eines der ergiebigsten Aal-Reviere Thüringens. Der Erlaubnisschein läuft über den Landesanglerverband Thüringen (LAVT) und ist Inhabern des Vierteljahresfischereischeins vorbehalten. Kapitale Aale werden beim Nachtangeln von Mai bis August im Flachwasser am Grund gefangen. Wichtig für das Verständnis des Bestands: Die Saale bindet das System als Elbe-Nebenfluss theoretisch an die Nordsee an, doch die Staumauern der Kaskade unterbrechen die Blankaal-Abwanderung - der Aalbestand ist deshalb besatzabhängig. Für den Aal gilt in Thüringen ein Mindestmaß von 50 cm und eine Schonzeit vom 1. November bis 28. Februar.

730 ha
zweitgrößter Stausee der Kaskade Top-Aalrevier Thüringens
Nachtangeln Mai-August
kapitale Aale im Flachwasser am Grund
Bestand besatzabhängig
Staumauern sperren Abwanderung Karten über den LAVT

Der zweitgrößte See der Saalekaskade

Die Hohenwartetalsperre in Ostthüringen ist mit 730 Hektar der zweitgrößte Stausee der Saalekaskade - ein tiefer, fjordartiger Bergsee mit langen, verzweigten Armen. Vor allem aber ist sie eines der ergiebigsten Aal-Reviere Thüringens. Die Saale bindet das System als Elbe-Nebenfluss theoretisch an die Nordsee an, doch die Staumauern der Kaskade unterbrechen die Aalwanderung - der Bestand lebt vom Besatz, ist aber stark und liefert kapitale Fische.

Welche Raubfische der See führt

  • Der Aal ist der Charakterfisch - kapitale Exemplare beim sommerlichen Nachtangeln.
  • Dazu kommen Hecht, Zander und Barsch in den tiefen, klaren Armen.
  • Der reiche Futterfischbestand trägt den Raubfischbestand.

Angeln an der Hohenwartetalsperre

Bewirtschafter ist der Landesanglerverband Thüringen (LAVT); der Erlaubnisschein setzt den Vierteljahresfischereischein voraus. Den Aal fischt man im nächtlichen Ansitz mit Tauwurm am Grund - die beste Zeit ist Mai bis August, wenn die Aale nachts über die flachen Uferzonen ziehen. Tagsüber lohnt der See als tiefes Raubfischgewässer.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

An der Hohenwartetalsperre sind die Aal-Werte (50 cm, Schonzeit 1.11.-28.02.) und der LAVT-Erlaubnisschein zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; den Landesrahmen geben die Schonzeiten in Thüringen. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Hohenwartetalsperre

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Aal Schonzeit Thüringen → 01.11.-28.02. (Landeswert) 50 cm siehe Erlaubnisschein

Besonderheiten am Hohenwartetalsperre

  • Aal: Mit 730 ha zweitgrößter Stausee der Saalekaskade und eines der ergiebigsten Aal-Reviere Thüringens. Erlaubnisschein über den LAVT (für Inhaber des Vierteljahresfischereischeins). Kapitale Aale werden beim Nachtangeln von Mai bis August im Flachwasser am Grund gefangen. Die Saale bindet das System als Elbe-Nebenfluss theoretisch an die Nordsee an, doch die Staumauern der Kaskade unterbrechen die Blankaal-Abwanderung - der Bestand ist besatzabhängig.
Bewirtschafter

Die Regeln am Hohenwartetalsperre setzt Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT), Gewässer Nr. 205 der Saalekaskade. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Hohenwartetalsperre

Warum ist der Aalbestand der Hohenwartetalsperre besatzabhängig?

Weil die Staumauern der Saalekaskade die natürliche Blankaal-Abwanderung unterbrechen. Zwar bindet die Saale das System als Elbe-Nebenfluss theoretisch an die Nordsee an, doch die Aale können die Mauern nicht überwinden - weder beim Auf- noch beim Abstieg. Der Bestand wird deshalb durch gezielten Besatz gestützt. Das ändert nichts an der Qualität des Reviers: Die Hohenwartetalsperre gilt als eines der ergiebigsten Aal-Gewässer Thüringens.

Wann und wo fängt man die großen Aale?

Die kapitalen Aale werden beim Nachtangeln von Mai bis August gefangen - im Flachwasser, am Grund. In den warmen Monaten ziehen die Aale nachts über die flachen Uferbereiche auf Nahrungssuche und sind dann am besten zu erreichen. Man fischt im Ansitz mit Grundmontage; tagsüber stehen die Fische tiefer und sind schwerer zu bekommen.

Welche Erlaubnis braucht man an der Hohenwartetalsperre?

Der Erlaubnisschein läuft über den Landesanglerverband Thüringen (LAVT) und ist Inhabern des Vierteljahresfischereischeins vorbehalten. Die Talsperre ist als Gewässer Nr. 205 Teil der Saalekaskade-Bewirtschaftung des Verbands. Für den Aal gilt in Thüringen ein Mindestmaß von 50 cm und eine Schonzeit vom 1. November bis 28. Februar; verbindlich sind die Angaben des Erlaubnisscheins.