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Gewässer

Gewässer in Thüringen

4 bekannte Raubfisch-Reviere in Thüringen - jedes mit den gewässerspezifischen Schonzeiten, Mindestmaßen und Fanglimits des Bewirtschafters, die oft strenger sind als das Landesrecht.

Reviere in Thüringen: Saalekaskade, Werra und Gebirgsbach

Thüringens Gewässer teilen sich in zwei Welten. Im Osten staut sich die Saale zur mächtigen Saalekaskade - der Bleilochtalsperre (dem flächengrößten Stausee Deutschlands, „Thüringer Meer") und der Hohenwartetalsperre, dazu die stilleren Staustufen Walsburg und das Ausgleichbecken Burgkhammer. Diese tiefen, klaren Talsperren führen Aal, Barsch und einen guten Welsbestand; ein einziger LAVT-Saalekaskade-Erlaubnisschein deckt gleich mehrere davon ab.

Die Flüsse liefern das Gegenstück: die Werra bei Meiningen und Barchfeld, die Unstrut und die Saale bei Jena sind Aal- und Welsreviere mit Standplätzen an Wehren, Schleusen und Brücken. Im Thüringer Wald dagegen fließen glasklare Forellenbäche wie die Schwarza mit wildreproduzierenden Salmoniden und die Ilm - anspruchsvolle Fliegenfischer-Reviere.

Dazu kommen die Stauseen für den Alltagsangler: die Talsperre Zeulenroda, der Stausee Hohenfelden und die Talsperre Ratscher. An der Weidatalsperre zeigt sich, wie streng Trinkwasserschutz sein kann: Nacht-, Eis- und Bootsangeln sind dort verboten.

Bewirtschafter ist überwiegend der Landesanglerverband Thüringen; an Sonderstrecken und Campingseen greifen örtliche Vereine oder private Betreiber. Weil die Talsperren- und Bachregeln oft strenger sind als das Landesrecht, lohnt vor dem Angeln immer der Blick auf die jeweilige Gewässerseite.