Bleilochtalsperre
Die Bleilochtalsperre ist der größte Stausee Deutschlands - 920 Hektar tiefes Wasser, das Herzstück des Thüringer Meeres. Ein bekanntes Revier für Hecht, Zander und Barsch in der Saalekaskade. Was hier beißt und welche Schutzregeln gelten.
- Typ
- Talsperre
- Lage
- Ostthüringen, Saale-Orla-Kreis, bei Saalburg-Ebersdorf
- Bundesland
- Thüringen
- Raubfischarten
- 1
Die Bleilochtalsperre in Ostthüringen bei Saalburg-Ebersdorf ist mit rund 920 ha der größte Stausee Deutschlands und das bekannteste Revier des 'Thüringer Meeres' - der oberste Baustein der Saalekaskade. Sie ist vor allem für Hecht, Zander und Barsch bekannt, doch auch der Aal ist im Artenspektrum gelistet. Bewirtschafter ist der Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT, Gewässer Nr. 201), das Fischereirecht ist an einen Berufsfischer verpachtet; Erlaubnisscheine laufen über den LAVT. Wichtig: Zwischen Saaldorfer Brücke und dem Arlasbach-Zufluss gilt zum Fischschutz vom 15. Februar bis 31. Mai ein Angelverbot. Als oberster Baustein der Kaskade ist der Aalbestand von der Elbe-Anbindung abgeschnitten und damit vollständig besatzabhängig; der Aal ist vom 1. November bis 28. Februar geschont (Mindestmaß 50 cm).
Der größte Stausee Deutschlands
Die Bleilochtalsperre staut die Saale bei Saalburg-Ebersdorf zum größten Stausee Deutschlands - rund 920 Hektar tiefes Wasser, eingebettet in die bewaldeten Hänge Ostthüringens. Als oberster Baustein der Saalekaskade bildet sie das Herzstück des sogenannten Thüringer Meeres, einer Kette von Stauseen an der oberen Saale. Die verzweigten, fjordartigen Buchten und die großen Tiefen machen sie zu einem klassischen Boots- und Raubfischrevier.
Welche Raubfische der See führt
- Der Hecht gehört zu den bekanntesten Zielfischen der Talsperre.
- Der Zander steht in den tiefen Bereichen und an den Kanten.
- Der Barsch rundet das bekannte Raubfisch-Trio ab.
- Der Aal ist gelistet, aber besatzabhängig - von der Elbe-Anbindung abgeschnitten.
Angeln an der Bleilochtalsperre
Bewirtschafter ist der Landesanglerverband Thüringen (Gewässer Nr. 201); Erlaubnisscheine laufen über den LAVT. Hecht und Zander befischt man vom Boot mit dem Gummifisch an den tiefen Kanten und in den Buchten, den Aal im Ansitz. Wichtig ist das Fischschutz-Angelverbot zwischen Saaldorfer Brücke und Arlasbach-Zufluss vom 15. Februar bis 31. Mai.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
An der Bleilochtalsperre sind das Zuflussbereich-Angelverbot (15.2.-31.5.) und die Aal-Regeln zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; den Landesrahmen geben die Schonzeiten in Thüringen. Verbindlich ist immer der LAVT-Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Bleilochtalsperre
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Aal Schonzeit Thüringen → | 01.11.-28.02. (Landeswert) | 50 cm | siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Bleilochtalsperre
- Aal: Mit 920 ha der größte Stausee Deutschlands und bekanntestes Revier des 'Thüringer Meeres'. Vor allem für Hecht, Zander und Barsch bekannt, doch der Aal ist im Artenspektrum gelistet. Erlaubnisscheine über den LAVT. Zwischen Saaldorfer Brücke und Arlasbach-Zufluss gilt zum Fischschutz vom 15.02.-31.05. ein Angelverbot. Als oberster Baustein der Kaskade ist der Aalbestand von der Elbe-Anbindung abgeschnitten und besatzabhängig.
Die Regeln am Bleilochtalsperre setzt Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT), Fischereirecht an Berufsfischer verpachtet, Gewässer Nr. 201. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Bleilochtalsperre
Ist die Bleilochtalsperre wirklich der größte Stausee Deutschlands?
Ja - mit rund 920 Hektar Wasserfläche ist die Bleilochtalsperre der größte Stausee Deutschlands und das bekannteste Revier des Thüringer Meeres. Sie ist der oberste Baustein der Saalekaskade, einer Kette von Stauseen an der Saale. Für Angler ist sie vor allem als Hecht-, Zander- und Barschrevier bekannt; die Weite und Tiefe des Sees machen das Boot zum wichtigen Werkzeug.
Warum ist der Aalbestand der Bleilochtalsperre besatzabhängig?
Weil die Talsperre als oberster Baustein der Saalekaskade von der natürlichen Elbe-Anbindung abgeschnitten ist - Blankaale können nicht abwandern und Glasaale nicht aufsteigen. Der Aalbestand hält sich deshalb nur durch gezielten Besatz. Der Aal ist im Artenspektrum gelistet, vom 1. November bis 28. Februar geschont und hat ein Mindestmaß von 50 cm. Erlaubnisscheine laufen über den Landesanglerverband Thüringen.
Wo gilt an der Bleilochtalsperre ein Angelverbot?
Zwischen der Saaldorfer Brücke und dem Arlasbach-Zufluss besteht zum Fischschutz vom 15. Februar bis 31. Mai ein Angelverbot - dieser Zuflussbereich ist in der sensiblen Frühjahrszeit gesperrt. Außerhalb dieses Bereichs und Zeitraums ist die Talsperre mit LAVT-Erlaubnisschein befischbar. Die genauen Grenzen und weitere Bestimmungen stehen auf dem Erlaubnisschein des Landesanglerverbands Thüringen.