Tegeler See
Der Tegeler See im Nordwesten Berlins ist ein artenreicher Havelsee mit rund 24 Fischarten - für Raubfischangler vor allem wegen der kapitalen Barsche bis fast 50 cm interessant. Was hier beißt, warum das Frühjahrs-Spinnfischen ausfällt und wie man beim Fischereiamt an die Karte kommt.
- Typ
- See
- Lage
- Berlin-Reinickendorf
- Bundesland
- Berlin
- Raubfischarten
- 3
Der Tegeler See in Berlin-Reinickendorf gehört mit rund 24 Fischarten zu den artenreichsten Gewässern Berlins und ist über die schiffbare Havel mit der Havel-Oder-Wasserstraße und weiter mit Unterhavel und Elbe verbunden. Für Raubfischangler sind neben Hecht vor allem kapitale Barsche interessant - dokumentiert sind Exemplare bis fast 50 cm; dazu kommen Zander, Aal, Aland, Quappe und Schleie. Der See wird direkt vom Fischereiamt Berlin bewirtschaftet (nicht von einem Verein); Tages-, Wochen- und Monatskarten gibt es dort. Zentral fürs Barsch-Spinnfischen: Vom 1. Januar bis 30. April dürfen nach der Berliner Landesfischereiordnung keine Raubfischköder verwendet werden - das Frühjahrs-Spinnfischen auf Barsch fällt damit aus, erlaubt bleiben nur Kunstköder bis 2 cm an der Friedfischrute.
Der artenreiche Havelsee
Der Tegeler See im Nordwesten Berlins ist ein großer, bewaldet gesäumter Havelsee - und mit rund 24 Fischarten eines der artenreichsten Gewässer der Hauptstadt. Über die schiffbare Havel ist er mit der Havel-Oder-Wasserstraße und weiter mit der Unterhavel und der Elbe verbunden, was den Fischwechsel und die gute Aalanbindung erklärt. Für den Angler ist er ein abwechslungsreiches Stadtrevier mit Inseln, Buchten und tiefen Rinnen.
Welche Raubfische der See führt
- Der Barsch ist das Highlight - kapitale Fische bis fast 50 cm sind dokumentiert.
- Der Hecht steht in den Buchten und an den Krautkanten.
- Der Zander nutzt die tiefen Rinnen.
- Der Aal profitiert von der Havelanbindung; dazu kommen Aland, Quappe und Schleie.
Angeln am Tegeler See
Der See wird direkt vom Fischereiamt Berlin bewirtschaftet; Tages-, Wochen- und Monatskarten gibt es dort. Die entscheidende Regel fürs Raubfischangeln: Vom 1. Januar bis 30. April sind Raubfischköder verboten - das gezielte Spinnfischen auf Barsch und Hecht ist also erst ab Mai möglich. Dann sucht man die Krautkanten, Buchten und tiefen Rinnen ab.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Die Kunstköder-Sperre vom 1. Januar bis 30. April ist die zentrale Sonderregel. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Berlin. Verbindlich ist immer der Erlaubnisschein des Fischereiamts.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Tegeler See
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Zander Schonzeit Berlin → | 01.01.-31.05. | 45 cm | 3 Aal+Zander zusammen/Tag |
| Aal Schonzeit Berlin → | keine (Landeswert) | 50 cm | 3 Aale+Zander/Tag (Landeswert) |
| Flussbarsch Schonzeit Berlin → | keine (Landeswert); Kunstköderverbot 01.01.-30.04. | kein gesetzliches | siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Tegeler See
- Zander: Berliner Landesfischereiordnung; direkt vom Land bewirtschaftet.
- Aal: Großer See im Nordwesten Berlins, über die schiffbare Havel mit der Havel-Oder-Wasserstraße verbunden. Aal neben Hecht, Zander, Barsch, Aland, Quappe und Schleie im Bestand. Tages-, Wochen- und Monatskarten direkt über das Fischereiamt Berlin. Die Havelanbindung stellt die Verbindung zur Unterhavel und weiter zur Elbe her.
- Flussbarsch: Der Tegeler See gehört zu den artenreichsten Gewässern Berlins mit rund 24 Fischarten; für Raubfischangler sind neben Hecht vor allem kapitale Barsche interessant, dokumentiert sind Exemplare bis fast 50 cm. Der See wird direkt vom Fischereiamt Berlin bewirtschaftet (nicht von einem Verein), Tages-, Wochen- und Monatskarten sind dort erhältlich. Für das Barsch-Spinnfischen zentral: In der Zeit vom 1. Januar bis 30. April dürfen nach § 18 Abs. 3 LFischO keine Raubfischköder verwendet werden - das Frühjahrs-Spinnfischen auf Barsch fällt damit aus, erlaubt bleiben nur Kunstköder bis 2 cm an der Friedfischrute.
Die Regeln am Tegeler See setzt Fischereiamt Berlin. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Tegeler See
Darf man am Tegeler See im Frühjahr auf Barsch spinnfischen?
Nein. Vom 1. Januar bis 30. April dürfen nach § 18 Abs. 3 der Berliner Landesfischereiordnung keine Raubfischköder verwendet werden - das Frühjahrs-Spinnfischen auf Barsch und Hecht fällt damit aus. Erlaubt bleiben in dieser Zeit nur Kunstköder bis 2 cm an der Friedfischrute. Das gezielte Raubfischangeln mit Gummifisch, Wobbler und Co. ist also erst ab Mai wieder möglich.
Wo bekommt man eine Angelkarte für den Tegeler See?
Direkt beim Fischereiamt Berlin - der Tegeler See wird vom Land bewirtschaftet, nicht von einem Verein. Tages-, Wochen- und Monatskarten sind dort erhältlich. Damit unterscheidet er sich von vielen anderen Gewässern, bei denen ein Verein die Karten ausgibt. Es gelten die Werte der Berliner Landesfischereiordnung.
Wie gut ist der Barschbestand am Tegeler See?
Sehr gut - für Raubfischangler sind die kapitalen Barsche das Highlight, dokumentiert sind Exemplare bis fast 50 cm. Der See ist mit rund 24 Fischarten sehr artenreich, was eine breite Nahrungsgrundlage schafft. Wegen der Kunstköder-Sperre bis Ende April konzentriert sich das Barsch-Spinnfischen aber auf die Zeit ab Mai.