Großer Wannsee
Der Große Wannsee ist die größte seeartige Aufweitung der Havel im Südwesten Berlins - tiefes, warmes Stadtwasser mit Zander, Aal, Barsch und guten Welsen. Was an den Fahrrinnenkanten und Steganlagen steht und welche Berliner Regeln gelten.
- Typ
- See
- Lage
- Berlin-Steglitz-Zehlendorf (Unterhavel)
- Bundesland
- Berlin
- Raubfischarten
- 4
Der Große Wannsee ist die größte Ausbuchtung der Unterhavel im Südwesten Berlins (mit Kleinem Wannsee und Pohlesee) - tief und warm und dadurch guter Lebensraum für kapitale Welse, dazu Zander, Aal, Hecht und Barsch. Als Teil des Havelsystems bietet er die typische Struktur aus Fahrrinnenkanten, Steganlagen und Uferabbrüchen. Es gilt die Berliner Landesfischereiordnung: Zander-Schonzeit 1. Januar bis 31. Mai (Mindestmaß 45 cm), Aal-Mindestmaß 50 cm, ein gemeinsames Tageslimit von drei Aalen und Zandern, Wels-Mindestmaß 75 cm. Vom 1. Januar bis 30. April gilt ein Raubfischköder-Verbot (Kunstköder über 2 cm sind dann verboten). Bewirtschafter ist die Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf, die Teilkarten für Wannsee, Havel und Spree ausgibt.
Die große Havel-Ausbuchtung im Südwesten Berlins
Der Große Wannsee ist die größte seeartige Aufweitung der Unterhavel im Südwesten Berlins - zusammen mit dem Kleinen Wannsee und dem Pohlesee eine tiefe, warme Wasserfläche mitten in der Stadt. Als Teil des Havelsystems bietet er die typische Struktur aus Fahrrinnenkanten, Steganlagen und Uferabbrüchen, an denen sich Raubfisch sammelt. Über die Unterhavel hängt er an der großen Havel-Elbe-Achse - ein echtes Großstadtrevier mit kapitalem Potenzial.
Welche Raubfische der Wannsee führt
- Der Zander ist der klassische Havel-Räuber an den Fahrrinnenkanten.
- Der Wels findet im tiefen, warmen Wasser besten Lebensraum.
- Der Barsch steht an Steganlagen, Kanten und Uferabbrüchen.
- Der Aal wird als Jungfisch besetzt und nachts befischt.
Angeln am Großen Wannsee
Es gilt die Berliner Landesfischereiordnung. Bewirtschafter ist die Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf, die Teilkarten für Wannsee, Havel und Spree ausgibt. Die wichtigste Einschränkung: Von Januar bis April dürfen keine Kunstköder über 2 cm verwendet werden - das gezielte Spinnfischen auf Zander und Barsch beginnt praktisch im Frühsommer. Dann sind die Fahrrinnenkanten und Steganlagen die ersten Adressen.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Wannsee gelten die Berliner Werte plus das Frühjahrs-Köderverbot. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Berlin. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Großer Wannsee
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Zander Schonzeit Berlin → | 01.01.-31.05. | 45 cm | 3 Aal+Zander zusammen/Tag |
| Wels Schonzeit Berlin → | keine (Landeswert) | 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) | Berlin: max. 3 Aale und 3 Zander pro Tag (Wels: siehe Erlaubnisschein) |
| Aal Schonzeit Berlin → | keine (Landeswert) | 50 cm | 3 Aale+Zander/Tag (Landeswert) |
| Flussbarsch Schonzeit Berlin → | keine (Landeswert); Kunstköderverbot 01.01.-30.04. | kein gesetzliches | siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Großer Wannsee
- Zander: Teil der Unterhavel; Berliner Landesfischereiordnung.
- Wels: Größte Ausbuchtung der Unterhavel, tief und warm - guter Lebensraum für kapitale Welse. Teil des Gewässerverbunds der Fischersozietät, die den Wels-Bestand im gesamten Havel-/Spree-System durch Besatz fördert. Angelregeln wie an der Unterhavel (zwei Handangeln, beim Kunstköderangeln eine Rute, Berliner Tageslimit für Aal/Zander).
- Aal: Bekannte Havel-Erweiterung im Südwesten Berlins (mit Kleinem Wannsee und Pohlesee). Aal neben Hecht, Zander, Karpfen und Wels im Fangspektrum. Der Bewirtschafter Tiefwerder-Pichelsdorf besetzt Aal als Jungfisch. Über die Unterhavel an die Havel-Elbe-Achse angebunden. Eigene Wannsee-Teilkarte erhältlich.
- Flussbarsch: Der Große Wannsee ist eine seeartige Aufweitung der Havel im Südwesten Berlins; im Artenspektrum sind Barsch, Zander und Hecht vertreten. Als Teil des Havelsystems bietet er die typische Struktur aus Fahrrinnenkanten, Steganlagen und Uferabbrüchen, an denen Barsche stehen. Bewirtschafter ist die Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf (Weißenburger Str. 43, 13595 Berlin), die Karten für die Teilgebiete Wannsee, Havel und Spree ausgibt. Im Zeitraum 1. Januar bis 30. April greift das Raubfischköder-Verbot nach § 18 Abs. 3 LFischO - Kunstköder über 2 cm sind dann verboten.
Die Regeln am Großer Wannsee setzt Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Großer Wannsee
Welche Regeln gelten am Großen Wannsee im Frühjahr?
Vom 1. Januar bis 30. April greift das Raubfischköder-Verbot nach der Berliner Landesfischereiordnung: Kunstköder über 2 cm sind dann verboten, was das gezielte Raubfischangeln stark einschränkt. Zusätzlich ist der Zander vom 1. Januar bis 31. Mai geschont (Mindestmaß 45 cm). Für Aal und Zander gilt ein gemeinsames Tageslimit von drei Fischen.
Welche Karte braucht man für den Großen Wannsee?
Bewirtschafter ist die Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf, die Karten für die Teilgebiete Wannsee, Havel und Spree ausgibt - eine eigene Wannsee-Teilkarte ist erhältlich. Über die Unterhavel ist der See an die Havel-Elbe-Achse angebunden; der Bewirtschafter besetzt Aal als Jungfisch und fördert den Wels-Bestand im gesamten System.
Gibt es im Wannsee große Welse?
Ja. Als größte, tiefe und warme Ausbuchtung der Unterhavel ist der Große Wannsee ein guter Lebensraum für kapitale Welse; die Fischersozietät fördert den Bestand im ganzen Havel-/Spree-System durch Besatz. Das Wels-Mindestmaß liegt in Berlin bei 75 cm. Es gelten die Angelregeln der Unterhavel (zwei Handangeln, beim Kunstköderangeln eine Rute).