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See · Berlin-Köpenick (Südosten)

Großer Müggelsee

Der Große Müggelsee ist Berlins größter See: ein flacher, von der Spree durchflossener Fluss-See im Südosten der Stadt mit gutem Aal- und Barschbestand - und einem Welsbestand, den kaum jemand gezielt befischt. Was hier steht und welche Berliner Regeln gelten.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Große Müggelsee - größter See Berlins in Köpenick
Typ
See
Lage
Berlin-Köpenick (Südosten)
Bundesland
Berlin
Raubfischarten
3
Das Wichtigste in Kürze

Der Große Müggelsee in Berlin-Köpenick ist mit rund 7,4 km² (740 ha) der größte See Berlins - flach (im Schnitt nur etwa 4 m, maximal 8 m) und von der Müggelspree durchflossen, also ein durchzügiger Fluss-See. Er hat ein gutes Aalvorkommen, einen starken Barsch- und Rapfenbestand und ein wachsendes, aber kaum gezielt befischtes Wels-Potenzial. Bewirtschafter ist die Köpenicker Fischervereinigung; über deren Kartensystem sind auch Dahme, Berliner Spree und Müggelspree befischbar, Nachtangeln ist per gesonderter Erlaubnis möglich. Es gilt die Berliner Landesfischereiordnung: Vom 1. Januar bis 30. April dürfen keine Raubfischköder über 2 cm eingesetzt werden; das Wels-Mindestmaß liegt bei 75 cm, das Aal-Mindestmaß bei 50 cm.

≈ 7,4 km²
größter See Berlins flach, Ø ~4 m
Fluss-See
Spree-durchflossen durchzügig, gutes Aalvorkommen
Köderverbot 1.1.-30.4.
Frühjahrsregel Kunstköder >2 cm verboten

Berlins größter See

Der Große Müggelsee im Südosten Berlins ist mit rund 7,4 Quadratkilometern der größte See der Hauptstadt - und dabei überraschend flach: im Schnitt nur etwa 4 Meter, maximal 8 Meter tief. Vor allem aber ist er ein Fluss-See: Die Müggelspree durchströmt ihn, sodass ständig Wasser durchzieht. Das macht ihn nahrungsreich und zu einem durchzügigen Gewässer mit gutem Aalvorkommen - ein echtes Großstadtrevier in Köpenick.

Welche Raubfische der Müggelsee führt

  • Der Aal profitiert vom durchzügigen Fluss-See-Charakter und ist gut vertreten.
  • Der Barsch jagt an Sandbänken, Schilf, Dalben und der Müggelspree-Mündung.
  • Der Wels bietet unterbefischtes Potenzial im warmen Wasser.

Angeln am Großen Müggelsee

Bewirtschafter ist die Köpenicker Fischervereinigung; ihr Kartensystem öffnet auch Dahme, Berliner Spree und Müggelspree. Nachtangeln ist per gesonderter Erlaubnis möglich. Die wichtigste Einschränkung ist das Frühjahrs-Köderverbot (1. Januar bis 30. April): Erst danach beginnt das Spinnfischen mit größeren Kunstködern auf Barsch. Das Boot erschließt die tieferen Zonen und Spree-Einläufe.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Am Müggelsee gelten die Berliner Werte plus das Frühjahrs-Köderverbot. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Berlin. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Großer Müggelsee

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Wels Schonzeit Berlin → keine (Landeswert) 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) siehe Erlaubnisschein
Aal Schonzeit Berlin → keine (Landeswert) 50 cm 3 Aale+Zander/Tag (Landeswert)
Flussbarsch Schonzeit Berlin → keine (Landeswert); Kunstköderverbot 01.01.-30.04. kein gesetzliches siehe Erlaubnisschein

Besonderheiten am Großer Müggelsee

  • Wels: Mit rund 740 ha Berlins größter See, von der Spree durchflossen (Fluss-See-Charakter, im Schnitt 4 m, max. 8 m tief). Der Wels spielt hier als Zielfisch eine wachsende Rolle, wird aber laut Bewirtschafter kaum gezielt befischt - das warme, nahrungsreiche Wasser bietet unterbefischtes Waller-Potenzial. Bootangeln erschließt die tieferen Bereiche und Spree-Einläufe am besten.
  • Aal: Mit rund 7,4 km² der größte See Berlins, bis 8 m tief, von der Müggelspree durchflossen - durchzügiges Gewässer mit gutem Aalvorkommen. Über das Köpenicker Karten-System auch mit Dahme, Berliner Spree und Müggelspree befischbar. Nachtangeln per gesonderter Erlaubnis möglich.
  • Flussbarsch: Mit 740 ha der größte See Berlins, im Schnitt nur rund 4 m tief. Barsche und Rapfen jagen im Sommer über den flachen Sandbänken der Badebereiche, im Herbst stehen Barschschwärme vor allem an der Einmündung der Müggelspree. Schilfgürtel und Dalben (Holzpfähle) in den Flachzonen sind klassische Barsch-Strukturen. Wichtig fürs Frühjahr: Von 1. Januar bis 30. April dürfen laut § 18 Abs. 3 LFischO keine Raubfischköder eingesetzt werden - Kunstköder über 2 cm sind in diesem Zeitraum tabu; nur Köder bis 2 cm Länge sind zum Barschfang mit der Friedfischangel ganzjährig erlaubt. Bewirtschafter gibt Tages-, Wochen- und Monatskarten aus.
Bewirtschafter

Die Regeln am Großer Müggelsee setzt Köpenicker Fischervereinigung e.V.. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Großer Müggelsee

Welche Regeln gelten am Müggelsee im Frühjahr?

Vom 1. Januar bis 30. April dürfen nach der Berliner Landesfischereiordnung keine Raubfischköder eingesetzt werden - Kunstköder über 2 cm sind dann tabu. Nur Köder bis 2 cm Länge sind zum Barschfang mit der Friedfischangel ganzjährig erlaubt. Das gezielte Raubfischangeln mit größeren Kunstködern beginnt also erst im Frühsommer.

Wo stehen die Barsche am Großen Müggelsee?

Im Sommer jagen Barsche und Rapfen über den flachen Sandbänken der Badebereiche, im Herbst stehen die Barschschwärme vor allem an der Einmündung der Müggelspree. Klassische Barsch-Strukturen sind außerdem die Schilfgürtel und die Dalben - die Holzpfähle in den Flachzonen. Ein Barsch-Mindestmaß besteht in Berlin nicht.

Gibt es Welse im Müggelsee?

Ja, und ihre Rolle wächst - der Wels wird laut Bewirtschafter aber kaum gezielt befischt, sodass das warme, nahrungsreiche Wasser unterbefischtes Waller-Potenzial bietet. Das Bootsangeln erschließt die tieferen Bereiche und die Spree-Einläufe am besten. Das Wels-Mindestmaß liegt in Berlin bei 75 cm.