Rhein bei Mainz
Der Rhein bei Mainz ist ein klassisches Stadtrevier: An den Hafeneinfahrten und Schleusen treibt der Rapfen Kleinfischschwärme in die Ecken, an den Spundwänden stehen Zander und Barsch. Was hier beißt, welche Sonderregeln gelten und wie man an den Rhein-Schein kommt.
- Typ
- Strom
- Lage
- Rheinhessen, Landeshauptstadt Mainz
- Bundesland
- Rheinland-Pfalz
- Raubfischarten
- 2
Der Rhein bei Mainz ist ein städtisch geprägter Stromabschnitt in Rheinhessen und ein klassisches Rapfen-Revier: Der Oberflächenjäger macht besonders die Hafeneinfahrten und Schleusen unsicher, wo er Kleinfischschwärme in die Ecken treibt - an Spundwänden und Hafenmündungen lohnen flach laufende Stickbaits und Popper. Den Rhein-Erlaubnisschein gibt der Landesfischereiverband Rheinland-Rheinhessen aus. Zwei Besonderheiten: Im Rhein gilt - anders als der RLP-Landeswert - eine gesonderte Aal-Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März, weil der Strom eine zentrale Aal-Wanderachse Richtung Nordsee ist; und im Naturschutzgebiet Mombacher Rheinufer ist das Angeln ganzjährig verboten. Die Aalvermarktung aus dem Rheinhauptstrom ist wegen Schadstoff-Grenzwerten (Dioxine/PCB) faktisch ausgesetzt.
Der Strom vor der Stadt
Der Rhein bei Mainz ist ein städtisch geprägter Stromabschnitt in Rheinhessen - mit Hafeneinfahrten, Schleusen, Spundwänden und Buhnen. Diese von Menschenhand gebauten Kanten sind das Rückgrat des Angelns hier: Sie brechen die Strömung, sammeln Kleinfisch und ziehen die Räuber an. Der Mainzer Rhein ist ein Paradebeispiel dafür, dass Großstadt und gutes Raubfischangeln kein Widerspruch sind.
Welche Raubfische der Rhein führt
- Der Rapfen ist der Star der Oberfläche - an Hafeneinfahrten und Schleusen jagt er sichtbar.
- Der Aal nutzt den Strom als Wanderachse und hat hier eine eigene Schonzeit.
- Der Zander steht an den Spundwänden und in den Hafenmündungen.
- Der Barsch sammelt sich an den Steinpackungen im Strömungsschatten.
Angeln am Mainzer Rhein
Den Rhein-Erlaubnisschein gibt der Landesfischereiverband Rheinland-Rheinhessen aus. Fürs Rapfenangeln sucht man die Hafeneinfahrten und Schleusen und führt flach laufende Popper und Stickbaits an der Oberfläche; Zander und Barsch stehen tiefer an den Spundwänden. Wichtig: Das Naturschutzgebiet Mombacher Rheinufer ist ganzjährig gesperrt.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Mainzer Rhein gelten die eigene Aal-Schonzeit (1. Oktober bis 1. März) und die NSG-Sperre am Mombacher Ufer. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Rheinland-Pfalz. Verbindlich ist der aktuelle Rhein-Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Rhein bei Mainz
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Aal Schonzeit Rheinland-Pfalz → | 01.10.-01.03. (Rhein + verbundene Gewässer) | 50 cm | siehe Erlaubnisschein |
| Rapfen Schonzeit Rheinland-Pfalz → | keine (Landeswert) | kein gesetzliches | siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Rhein bei Mainz
- Aal: Im Rhein gilt - anders als der RLP-Landeswert - eine gesonderte Aal-Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März; dann ruht die Aalfischerei im Strom und in ständig verbundenen Stillwasserflächen/Häfen. Der Rhein ist eine zentrale Aal-Wanderachse Richtung Nordsee/Sargassosee. Im NSG Mombacher Rheinufer ist das Angeln ganzjährig verboten. Die Aalvermarktung aus dem Rheinhauptstrom ist wegen Schadstoff-Grenzwerten (Dioxine/PCB) faktisch ausgesetzt.
- Rapfen: Klassisches Stadtrevier für den Oberflächenjäger: Der Rapfen macht besonders die Oberfläche von Hafeneinfahrten und Schleusen unsicher, wo er Kleinfischschwärme in die Ecken treibt. An Spundwänden und Hafenmündungen lohnen flach laufende Stickbaits und Popper.
Die Regeln am Rhein bei Mainz setzt Land Rheinland-Pfalz; Rhein-Erlaubnisschein über Landesfischereiverband Rheinland-Rheinhessen e.V.. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Rhein bei Mainz
Wo fängt man Rapfen am Rhein bei Mainz?
Der Rapfen ist der Charakterfisch dieses Stadtreviers. Er macht besonders die Oberfläche von Hafeneinfahrten und Schleusen unsicher, wo er Kleinfischschwärme in die Ecken und gegen die Spundwände treibt. Genau dort - an Spundwänden und Hafenmündungen - lohnen flach laufende Stickbaits und Popper, die man durch die jagenden Fische führt. Beste Zeit ist die warme Jahreszeit in der Dämmerung.
Darf man am Rhein bei Mainz überall angeln?
Nein. Im Naturschutzgebiet Mombacher Rheinufer ist das Angeln ganzjährig verboten. Für den übrigen Abschnitt braucht man den Rhein-Erlaubnisschein, den der Landesfischereiverband Rheinland-Rheinhessen ausgibt. Zudem gilt im Rhein eine eigene Aal-Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März, in der die Aalfischerei im Strom und in ständig verbundenen Stillwasserflächen ruht.
Kann man Aale aus dem Rhein essen?
Davon ist abzuraten: Die Aalvermarktung aus dem Rheinhauptstrom ist wegen überschrittener Schadstoff-Grenzwerte (Dioxine und PCB) faktisch ausgesetzt. Der Aal reichert diese Stoffe im Fett an. Wer am Rhein auf Aal angelt, sollte das im Hinterkopf behalten - und die Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März beachten, die die abwandernden Blankaale schützt.