Elbe-Seitenkanal
Der Elbe-Seitenkanal ist ein 115 Kilometer langer Großkanal durch die Lüneburger Heide - mit rund vier Metern Tiefe deutlich tiefer als die Flachseen der Region und dadurch ein eigenes Barsch-, Zander- und Welsrevier. Was hier beißt und was sich 2026 bei der Bewirtschaftung geändert hat.
- Typ
- Schifffahrtskanal
- Lage
- Landkreise Uelzen und Lüneburg (Binnenland, Landeswert 35 cm)
- Bundesland
- Niedersachsen
- Raubfischarten
- 3
Der Elbe-Seitenkanal in den Landkreisen Uelzen und Lüneburg ist ein 115 km langer, durchgehend rund 4 m tiefer Großkanal - mit dieser Tiefe deutlich tiefer als die Flachseen der Region, was zu einem anderen Barsch-Verhalten führt (die Fische stehen an tiefen Kanten und Böschungen). Er ist beidseitig beangelbar; neben Barsch, Zander und Aal taucht der Wels regelmäßig in den Fangmeldungen auf, meist beim Ansitz oder als Beifang. Wichtig: Zum 1. Januar 2026 hat der Angelfischerverband im LFV Weser-Ems die Bewirtschaftung übernommen (nicht mehr der AVN) - Karten laufen über hejfish. Sonderregeln: Für den Barsch gilt ein Höchstmaß (Fische über 40 cm sind zurückzusetzen), und ab dem Schiffshebewerk Scharnebeck besteht ein Zander-Laichschongebiet mit Spinnfisch-Sperre vom 1. März bis 31. Mai. Aal-Regel: 50 cm, max. 5 maßige Aale pro Tag.
Der tiefe Großkanal durch die Heide
Der Elbe-Seitenkanal verbindet auf 115 Kilometern die Elbe bei Artlenburg mit dem Mittellandkanal - eine schnurgerade Wasserstraße durch die Lüneburger Heide, unterbrochen vom markanten Schiffshebewerk Scharnebeck. Anders als die flachen Heideseen ist er durchgehend rund 4 Meter tief, mit steilen Böschungen und einer klaren Fahrrinne. Diese Tiefe verändert das Angeln: Die Fische stehen an den tiefen Kanten, nicht im Flachen.
Welche Raubfische der Kanal führt
- Der Barsch steht an den tiefen Böschungskanten - hier gilt ein Höchstmaß (über 40 cm zurücksetzen).
- Der Zander wird ab Scharnebeck im Laichschongebiet geschützt.
- Der Wels taucht regelmäßig in den Fangmeldungen auf, meist im Ansitz.
- Der Aal gehört zum Bestand (max. 5 maßige pro Tag).
Angeln am Elbe-Seitenkanal
Seit 2026 bewirtschaftet der Angelfischerverband im LFV Weser-Ems den Kanal; Karten laufen über hejfish. Für den Barsch sucht man mit dem Gummifisch die tiefen Böschungskanten ab, den Wels befischt man im Ansitz. Zu beachten sind das Barsch-Höchstmaß und das Zander-Laichschongebiet ab dem Schiffshebewerk Scharnebeck (Spinnfisch-Sperre 1. März bis 31. Mai).
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Elbe-Seitenkanal sind das Barsch-Höchstmaß und die Scharnebeck-Sperre zentral, dazu der Bewirtschafterwechsel 2026. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Niedersachsen. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Elbe-Seitenkanal
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Wels Schonzeit Niedersachsen → | keine (Landeswert) | 50 cm (Landeswert) | siehe Erlaubnisschein |
| Aal Schonzeit Niedersachsen → | keine (Landeswert) | 50 cm (Bewirtschafter-Regel) | max. 5 maßige Aale/Tag |
| Flussbarsch Schonzeit Niedersachsen → | keine (Landeswert) | kein gesetzliches; Höchstmaß: Barsch über 40 cm zurücksetzen | siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Elbe-Seitenkanal
- Wels: Durchgehend rund 4 m tiefer, beidseitig beangelbarer Großkanal - der Wels taucht regelmäßig in den Fangmeldungen auf, geht aber meist beim gezielten Ansitz oder als Beifang ans Band. Zum 1.1.2026 hat der Angelfischerverband im LFV Weser-Ems die Bewirtschaftung übernommen (nicht mehr AVN).
- Aal: AVN-Verbandsgewässer, rund 4 m tief. Aal 50 cm, max. 5 maßige Aale/Tag, keine eigene Aal-Schonzeit.
- Flussbarsch: Bewirtschafter-Wechsel: Seit 1.1.2026 pachtet der Angelfischerverband im LFV Weser-Ems den Kanal (nicht mehr AVN) - Karten über hejfish. 115 km lang, mit rund 4 m mittlerer Tiefe deutlich tiefer als die Flachseen, dadurch anderes Barsch-Verhalten (tiefe Kanten, Böschung). Zander-Laichschongebiet ab Schiffshebewerk Scharnebeck mit Spinnfisch-Sperre 1.3.-31.5.
Die Regeln am Elbe-Seitenkanal setzt Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Elbe-Seitenkanal
Wer bewirtschaftet den Elbe-Seitenkanal?
Seit dem 1. Januar 2026 pachtet der Angelfischerverband im LFV Weser-Ems den Elbe-Seitenkanal - nicht mehr der Anglerverband Niedersachsen (AVN). Die Karten laufen seither über das Portal hejfish. Wer den Kanal befischen will, löst also die aktuelle Karte des neuen Bewirtschafters und beachtet dessen Bestimmungen.
Warum muss man große Barsche im Elbe-Seitenkanal zurücksetzen?
Weil hier ein Höchstmaß gilt: Barsche über 40 cm sind zurückzusetzen. Das schützt die großen, laichstarken Barsche und damit den Bestand. Der Kanal ist mit rund 4 m durchgehend deutlich tiefer als die Flachseen der Region, weshalb die Barsche an tiefen Kanten und Böschungen stehen - man fischt sie dort mit Gummiködern und Spinnern.
Welche Regeln gelten am Schiffshebewerk Scharnebeck?
Ab dem Schiffshebewerk Scharnebeck besteht ein Zander-Laichschongebiet mit einer Spinnfisch-Sperre vom 1. März bis 31. Mai - das gezielte Raubfischangeln mit Kunstködern ist dort in dieser Zeit untersagt, um die Zanderlaichzeit zu schützen. Außerhalb dieses Bereichs und Zeitraums ist das Spinnfischen erlaubt. Die genauen Grenzen stehen auf dem Erlaubnisschein.
- Angelfischerverband im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. (Pachtübernahme 01.01.2026) (Wels)
- Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) (Aal)
- Angelfischerverband im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. (Pächter seit 01.01.2026) (Flussbarsch)
- Anglerverband Niedersachsen - Zusatzinformationen Elbe-Seitenkanal (PDF)