Gewässer in Bremen
3 bekannte Raubfisch-Reviere in Bremen - jedes mit den gewässerspezifischen Schonzeiten, Mindestmaßen und Fanglimits des Bewirtschafters, die oft strenger sind als das Landesrecht.
Reviere in Bremen: Weser, Baggerseen und der Unterweser-Sonderfall
Bremens Angelrevier gliedert sich in den großen Strom und viele kleine Stillgewässer. Die Weser ist im Bremer Stadtgebiet ein Wels-Revier, während die Bremische Weser mit ihren Hafenbecken und Strömungskanten den Rapfen als Oberflächenjäger führt. Die Wümme ist ein junges Welsrevier, der Kuhgraben ein klassisches Aal-Grabenrevier.
Rund um die Stadt liegen die Baggerseen: der Unisee als tiefster, der flache Werdersee als Barsch-Spinnrevier, dazu Vahrer See, Bultensee, Blockdieksee, Achterdieksee, Hemelinger See und der Waller Feldmarksee mit Wels im Bestand.
Der Wels ist in Bremen ein junges Thema: Er ist in der Wümme angekommen und breitet sich über das Lesum-Wümme-System aus, und in den tiefen Baggerseen steigt der Waller in den warmen Sommermonaten aus dem kühlen Tiefenwasser in die Uferbereiche auf. Der Barsch lohnt an den steilen Baggersee-Kanten, der Aal im nächtlichen Ansitz an den flachen Seerosen- und Krautkanten der Stadtseen.
Bewirtschafter ist überwiegend der Sportfischer-Verein Bremen mit strengen Entnahmefenstern - für den Aal etwa 45 bis 75 cm. Ein bremischer Sonderfall betrifft den Aal: In der tidebeeinflussten Unterweser gilt ein Fangverbot, doch die grundwassergespeisten Baggerseen und die Gräben oberhalb der Siele sind davon nicht betroffen - dort ist der Aalfang nach SFV-Regel erlaubt. Vor dem Angeln lohnt deshalb der Blick auf die einzelne Gewässerseite und den Landesrahmen.